10 Dinge, die man über Sanremo wissen muss

Sanremo liegt an der ligurischen Küste, kurz vor der französischen Grenze. Viele kennen den Namen vom berühmten Musikfestival – doch die Stadt hat weit mehr zu bieten. Wer einmal dort war, versteht schnell, weshalb sie seit über hundert Jahren Reisende anzieht. Hier sind zehn Dinge, die man über Sanremo wissen sollte.

1. Die Stadt der Blumen

Sanremo nennt sich „Città dei Fiori“ – Stadt der Blumen. Das ist kein leeres Versprechen. Überall wachsen Palmen, Bougainvillea und bunte Pflanzen. Auf dem Markt werden Rosen, Nelken und exotische Sträusse verkauft. Das milde Klima sorgt dafür, dass hier fast das ganze Jahr über alles blüht.

2. La Pigna – die Altstadt auf dem Hügel

Über der modernen Stadt liegt „La Pigna“, die mittelalterliche Altstadt. Enge Gassen winden sich den Hang hinauf, kleine Plätze öffnen sich plötzlich zwischen alten Häusern. Wer den Aufstieg schafft, wird mit einem schönen Blick über die Dächer bis zum Meer belohnt. In den stillen Gassen spürt man, wie alt Sanremo wirklich ist.

3. Musik liegt in der Luft

Seit 1951 findet im Teatro Ariston das Festival di Sanremo statt – die wichtigste Musikveranstaltung Italiens. Viele grosse Namen haben hier ihre Karriere begonnen. Auch wenn man nicht während des Festivals in der Stadt ist, merkt man: Musik gehört zu Sanremo wie das Meer. In den Bars hört man oft Live-Musik, manchmal ganz spontan.

4. Mit dem Velo am Meer entlang

Zwischen Ospedaletti und San Lorenzo al Mare führt ein 24 Kilometer langer Rad- und Spazierweg direkt am Meer entlang. Früher fuhr hier die Bahn, heute geniesst man die Aussicht, den Wind und den Duft des Salzes. Unterwegs gibt es kleine Cafés und Strandbars – perfekt für eine Pause.

5. Strände für jeden Geschmack

Sanremo hat viele Strände: einige frei zugänglich, andere mit Sonnenschirmen und Liegen. Das Meer ist ruhig, ideal zum Schwimmen oder einfach zum Abschalten. Besonders schön ist es früh am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne weich über dem Wasser steht.

6. Spuren der Belle Époque

Im 19. Jahrhundert kamen reiche Familien aus ganz Europa hierher, um zu überwintern. Das sieht man noch heute: prachtvolle Villen, elegante Hotels, das alte Casino und die russische Kirche mit ihren Zwiebeltürmen erzählen von dieser Zeit. Sanremo hat sich verändert, aber der Charme ist geblieben.

7. Ligurischer Geschmack

In Sanremo trifft das Meer auf die Berge – und das schmeckt man. Frischer Fisch, Olivenöl aus dem Hinterland, Pesto, Focaccia, sardenaira (eine Art ligurische Pizza) und ein Glas Vermentino gehören einfach dazu. Viele kleine Trattorien kochen einfach, aber sehr gut. Wer auf dem Markt einkauft, findet schnell heraus, was gerade Saison hat.

8. Ein guter Ausgangspunkt

Von Sanremo aus ist man schnell in anderen schönen Orten: Dolceacqua mit seiner alten Steinbrücke, das Künstlerdorf Bussana Vecchia oder die Côte d’Azur mit Menton und Nizza sind nur eine kurze Fahrt entfernt. Das macht Sanremo ideal für alle, die Abwechslung mögen.

9. Sport und Bewegung

Ob Wandern, Velo fahren oder Segeln – rund um Sanremo ist vieles möglich. Die Stadt ist das Ziel des bekannten Radrennens „Mailand–Sanremo“ und bietet das ganze Jahr über sportliche Veranstaltungen. Gleichzeitig bleibt alles entspannt: Man kann aktiv sein, ohne dass es anstrengend wird.

10. Eine Riviera mit Charakter

Sanremo ist lebendig, aber nicht überlaufen. Auf dem Markt kaufen Einheimische ihr Gemüse, in den Cafés trifft man ältere Herren beim Kartenspiel. Trotz der Geschichte und des Glanzes wirkt die Stadt nicht künstlich – sie bleibt echt. Vielleicht ist genau das ihr grösster Reiz.